Ein Foto entsteht!

Wenn ein Foto aus der Kamera kommt, dann sieht es normalerweise recht selten aus, als ob es was geworden wäre, oder sagen wir zumindest mal, als ob es was für die heimische Wand wäre. Allerdings hat man sich vielleicht eine Spiegelreflex Kamera gekauft und ist nun etwas enttäuscht, das Foto sieht zwar toll aus, aber man kann doch im Internet Bilder sehen die viel Farbenfroher und toller aussehen. 

Natürlich bedienen diese Fotografen sich bei Software, aber viele kennen nur das Schlachtschiff Photoshop, wissen, dass es teuer ist und lassen die Finger von dem Thema. Das muss nicht sein, denn mit günstigeren Programme kann man ebenfalls schon tolle Effekte erzielen. Hier beschreibe ich mal, wie man aus dem rechten Foto das Linke bekommt. Rechts ist das Bild direkt aus den Canon EOS 600 D (EFS 55-250mm) mit folgenden Bildwerten:

  • Blendenzahl F/4
  • Belichtungszeit 1/250 Sek.
  • ISO 3200
  • Brennweite 55mm
  • Messmodus: Mehrfeld
  • Kein Blitz
  • 3,65 MB bei 3456×2304 Pixel und 72 DPI

Das Programm in der Kamera, dass ich derzeit nutze ist Blendenautomatik. Viel Technik, kommen wir zur Software. Ich nutze Affinity Photo unter Windows (besitze es auch auf dem MacBook und dem iPad). Nach aktuellem Stand kostet es zwischen 50 und 60 Euro. Photoshop hingegen kostet derzeit im monatlichen Abo 13 Euro. Ein anderes Programm von Adobe, nämlich Lightroom kostet um die 80 Euro und kann diese Dinge hier auch. Man muss also nicht unbedingt so viel Geld ausgeben.

Angewendet habe ich 6 Effekte auf das Bild. Ich erkläre diese kurz und danach könnt ihr Euch in Bildern anschauen wie das aussieht. Hier also erstmal meine Schritte:

Auf dem ersten Screenshot sieht man das Grundbild, ich hab sie durchnummeriert, damit es einfacher zu sehen ist.

  • Los geht es mit dem Weißabgleich. Den hab ich auf 10% gesetzt, gibt dem Bild eine gewisse „Grundwärme“ nenn ich es mal. Diesen Schritt hab ich bei Bild 3 nochmal wiederholt mit denselben Werten, ich spiel da derzeit etwas rum.
  • Bei der HSL Anpassung habe ich die Sättigung um 10% verschoben, auch das nimmt ein wenig die Blässe raus.
  • Danach habe ich die Helligkeit um 15% erhöht und ebenfalls den Kontrast angepasst. Die Kamera nimmt deutlich mehr Informationen mit ins Bild, wie man erst meinen könnte. Aus dem Grund ist es problemlos möglich ein Bild heller zu machen. Der Kontrast schafft erstmal schärfere und deutlichere Konturen. Dadurch wirken andere Effekte oft besser.
  • Es folgt die Leuchtkraft, hierbei werden bestimmte Farben deutlicher Hervorgehoben. Ich nutze dabei 25% als vorgefertigten Wert.
  • Zu guter Letzt erhöhe ich die Schatten um 20%, das verstärkt den Kontrast und hebt die Farben noch etwas mehr hervor. Zusätzlich verstärke ich das Licht um 30%, denn auf diesem Bild ist der Lichtstrahl der Mittelpunkt für mich.

Grob gesagt kann man bei jedem Bild, einzeln, wieder von vorne anfangen und ausprobieren was einem am besten gefällt. Die einzelnen Schritte nur als Bild sehen dann wie folgt aus:

 

 

Somit kann man aus einem Bild, wo einem eventuell die anfänglichen Farben nicht gefielen recht einfach ein Bild machen, dass auch gut aussieht, wenn man es sich als Poster an die Wand hängt. Und es braucht nicht immer teure, manchmal vielleicht überteuerte Software um das umzusetzen. Viele Handys können das inzwischen ebenfalls und lassen Bilder mit tollen Filtern wie neu aussehen. Probiert es einfach mal aus, kopiert das Original, damit nichts passieren kann und wendet wild die Filter an und schaut was dann passiert. So bekommt man nach und nach Ideen und Einblicke, was man noch machen kann. Weitere Filter, Texturen und und und erweitern dann nach und nach die Bandbreite dessen, was möglich ist. Doch dazu etwas später. Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Einblick geben und etwas die Angst nehmen. Und in die Bedienung einen solchen Programmes kann man sich reinarbeiten.