kettcar – Ich vs. Wir

So, kurz Zettel raus, was muss noch alles in eine Rezension heute? OK, dann mal los:

1. Ich kenn kettcar schon als sie noch …But Alive waren, irgendwann in den 90ern, damals noch…

In Wirklichkeit spielte das für mich nie ne Rolle. Die stetige Entwicklung der Band …But Alive, die Auflösung weil es sein musste, die Gründung von kettcar damals mit dieser unfassbar genialen Single, geladen noch mit Modem, mehr gabs nicht. Das erste Album, die steige Entwicklung von Musik, Aufahmequalität, Musiker, Texten und die unglaublichen Geschichten mit dem ich so unglaublich viel verbinde. Erinnerungen an…einfach so viel.

2. Der übliche „früher wart ihr besser“ Frust…

Aber ehrlich gesagt hatte ich das nie. Ich bin aufgewachsen, selbst ausgesucht mit der Musik von kettcar. Mit der rauchigen Stimme von Markus Wiebusch und dem dazugehörigen Klangteppich wirklich toller Musiker. Den Texten die oft erst nach dem 20mal hören irgendeinen Sinn ergaben, der Zeit die es brauchte um seine eigene Geschichte einzuweben und das Bild vor Augen dass sich langsam formte.

3. Endlich wieder härter, mit Gitarren und so…

In meinen Versuchen, nicht zu viel zu interpretieren was der Musiker wohl dachte als er hier das alles niederschrieb merkte ich, dass der eigentliche Grund immer war, was fühl ich eigentlich bei der Musik? Auf jedem Album ist ein Teil meines Lebens in meinen Erinnerungen, wie ein Soundtrack. Überall versteckt sich ein Song, der genutzt wurde, zu dem Bilder in ein Album geklebt wurden. Nicht zuletzt das für mich beste Liebeslied für mich und meine Frau auf Zwischen den Runden und den dazugehörigen Tränen in den Augen. Jetzt also mit mehr Gitarren, cool, bin ich bei, wär ich auch ohne gewesen. War mir nie wichtig, ich hab mich drauf eingelassen, auf die sperrigeren Texte oder die leichten, die tollen Geschichten von Menschen für Menschen. Songwriting mit Geschichten aus dem Leben.

Von Anfang an gelernt, drüber nachgedacht, anderer Meinung gewesen, zugehört, Still, heimlich nachgedacht, dabei gewesen oder auch nicht, vorgestellt wie es wäre wenn, Tränen vergossen, gelächelt, geschrien, wütend gewesen, gefreut…DAS ist für mich kettcar, das ist für mich Musik.

Zuletzt etwas was mir deutlich aufgefallen ist: Wie gut seit ihr als Band eigentlich? Das passt ja komplett! Die Drums sind der Wahnsinn, der Bass röhrt richtig ordentlich mit, die Meldodien auf der zweiten Gitarre klingen perfekt und die Begleitung unaufdringlich, untermalend, schön. Wow, so geht es also auch!

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Kategorie Rezension

Hundenarr, Leseratte und Quereinsteiger bei den Aussteigern. Mit offenen Augen durch die Welt gehen, Musik genießen, Musik spielen, mal schauen was da so kommt. Ich hab gern eine Meinung und mag es, wenn Standpunkte sich entwickeln.